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Serge Gabathuler Biographie
 
Serge Gabathuler, 1962 in Zürich geboren, entdeckte bereits in der Schulzeit seine Freude leblose Materialien zu gestalten, um ihnen dadurch bestimmte, ausdrucksstarke Formen zu geben. Diese Kreativität, Dingen eigenständige Lebendigkeit zu verleihen, greift der heutige Designer von Leuchten und Wohnaccessoires in seinen Entwürfen auf. Seine Projekte spiegeln die unendlichen Facetten des Lebens. Alles Lebendige lebt durch Licht. Eine einfache Formel mit tiefer Bedeutung. Für Serge Gabathuler steht nicht nur das Design im Vordergrund, sondern die natürliche Formenschönheit und die Vielfältigkeit, durch Licht Gefühle zu spiegeln.

Doch bis zu dieser Erkenntnis bedurfte es einiger Einschnitte im Leben des Künstlers.
Mit 22 Jahren beschliesst Serge Gabathuler, die Prüfung zum technischen Kaufmann an einer Privatschule zu absolvieren. Doch bereits während der Ausbildung
wurde ihm bewusst, dass ihn dieser Beruf zu sehr beengt. Er bricht aus der Normalität des kaufmännischen Daseins aus und entdeckt für sich die hohe Kunst der Skiakrobatik als Medium kreativer Eigenständigkeit. Mit dem Ballett auf Skiern tanzt er sich neben namhaften Leuten bis an die Weltspitze empor. Doch ein schwerer Unfall beendet 1990 abrupt seine sportliche Karriere.
 
Ein Freund bittet ihn, eine Boutique zu gestalten und auszubauen. Für Serge Gabathuler fällt der Startschuss, seine eigenen Möbel zu konstruieren. Die Designobjekte waren für Serge ein grosser persönlicher Erfolg und veranlassten ihn sich voll der Gestaltung und Umsetzung von Möbel zu verschreiben. In der Folge entstanden Design-Möbel die Serge in Kleinserien selber herstellte. Eine erste Ausstellung in Affoltern am Albis war auf anhieb sehr erfolgreich und ermöglichte Serge sich der künstlerischen Herausforderung weiterhin zu widmen.
 
Doch für den Künstler ergab sich schon bald eine neue Aufgabe. Möbel ohne perfekte Beleuchtung sind ausdruckslos, statisch, leblos. Auf der Suche nach szenischer Beleuchtung entstehen die ersten Lichtobjekte unter anderem die legendäre Bodenleuchte "Topo", die auf anhieb internationale Anerkennung fand.           
 
Es folgten diverse Ausstellungen und Vernissagen in Zürich, Basel, Bern, Zug, Luzern und:
• 1998 Eröffnung des eigenen Ateliers in Obfelden (ZH)
• 1998 erster internationaler Auftritt an der Möbelmesse in Köln (D)
• 1999 Lichtmesse in Frankfurt (D)
Dazwischen erhielt er immer wieder Aufträge zur Gestaltung von Eventanlässen, wie z.B. die Kreation des Throns für das "Face of Switzerland", das Einrichten und Beleuchten des Trendanlasses "Chic" und vieles mehr.
 
Im Jahr 2000 suchte Serge eine neue Herausforderung und beschäftigte sich intensiv mit Feuer und entwickelte eigene Gasbrennertechniken um seine Feuer-Leuchten zu erstellen. Die erste Feuerleuchte mit einer Höhe von 2.20 Meter und der Bezeichnung "Fanale" ist bis heute ein High Light unter Serges Lichtkreation. Im Dezember 2002 tauchten zahlreiche dieser Feuerleuchten ganz Affoltern in eine weihnachtliche Stimmung. Es folgten weitere Entwicklungen, mit Feuer und elektrischer Beleuchtung, für den In- und Outdoor-Bereich.

Es war schon immer Gabathulers Wunsch sein Atelier "näher bei den Leuten" einzurichten. Ende 2002 wurde er in Affoltern am Albis, an der Zürichstrasse fündig und konnte nach kurzer Umbaubauphase im April 2003 einziehen. Das neue Atelier ist für Gabathuler ein wesentlicher Schritt in seiner künstlerischen Laufbahn und beflügelt ihn dazu sein Erscheinungsbild zu erneuern. Neu nennt er sein Atelier "Werkstatt zum Lifestyle". Dabei bedeutet "Lifestyle" die künstlerische Umsetzung der individuellen Ideen und "Werkstatt" das manuelle, handwerkliche Gestalten. Gleichzeitig erweitert Gabathuler sein Angebot, denn das neue Atelier schränkt in keiner Weise seine Kreativität ein. Geplant ist, neben den bekannten           
Licht- und Feuerkreationen, in den Bereichen Möbel, Garten und Unikate noch aktiver zu werden.
 
Durch verschiedene Innszenenberichte in Wohnzeitschriften wurden die Initiatoren des "Friedenslicht Schweiz" auf Serge Gabathulers Schaffen aufmerksam. Daraufhin wurde er 2002 von ihnen gebeten, als "Licht der Gemeinschaft und des Friedens" eine "Friedenslicht-Skulptur" zu entwerfen. Es entstand eine aus zwei, sich gegenüberstehenden, jedoch nicht berührenden Säulen geschweißte, acht Meter hohe Konstruktion, die in ihrer Mitte eine drei Meter hohe Flamme umfängt. Für den Künstler ist die Skulptur Ausdruck fehlender Kommunikation unter den Menschen, die einander tatenlos gegenüberstehen, ohne sich jemals zu berühren.

Januar 2003 am Zürcher Bürkliplatz und war während dieser Zeit das bekannteste und meist fotografierte Wahrzeichen Zürichs. Jetzt steht die Skulptur vor Serge Gabathulers Atelier in Affoltern am Albis und wird ab anfangs Dezember bis Ende Jahr wieder den Bürkliplatz verzaubern.
Das Feuer zwischen den zwei Säulen soll die Berührungsmöglichkeit darstellen. Die beindruckende Skulptur stand vom 22. Dezember 2002 bis am 3. Januar 2003 am Bürkliplatz.
 
Heute ist Serge Gabathuler seit 12 Jahren selbständig. Seine Erkenntnis, dass es nichts gibt, was nicht geht, hat ihn in der Vergangenheit immer wieder dazu herausgefordert, unmögliche Projekte möglich zu machen. Die Erkenntnis, Design und Kunst gehören zusammen und verwischen so die Kunstgrenze, lässt ihn in seiner Entwicklung nie still stehen. Der künstlerische Aspekt der Formgestaltung führt ihn über verschiedenartige Konzeptionen in unterschiedlichste Richtungen
Serge Gabathuler möchte mit seinen Projekten in der Welt etwas bewegen. Dazu sucht er immer wieder den direkten Kontakt zu seinen Kunden im Gespräch.